7x7finticker: der Wochenrückblick 30.1.-5.2.

5 Februar 2018 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

7x7finticker: der Wochenrückblick am Wochenanfang 30.01. – 05.02.2018

präsentiert von der 7x7finanz

 

Leitgedanke 

Häuser werden gebaut, um darin zu wohnen, nicht um sie anzuschauen.

Unbekannt

 

Thema der Woche: Immobilien

Was ist ein Share-Deal und welche Rolle spielte er in den Koalitionsverhandlungen? Ist Wohneigentum besser als zur Miete wohnen? Wie wollen und können wir im Alter wohnen? Fragen, auf die wir bzw. andere in den vergangenen sieben Tagen Antworten gesucht haben. Einige davon finden Sie im heutigen Wochenrückblick, der schon wieder am Montag erscheint!

 

7x7finticker30. Januar: Debatte über Share-Deals doppelzüngig?

Vorabinformation: Was sind Share-Deals?

„Beim Share-Deal wird eine Immobilie nicht in Form eines Asset-Deals verkauft. Gehandelt werden lediglich Anteile (englisch: Shares) an einer Gesellschaft, die nicht selten extra dafür gegründet wurde, um ein Bürohaus, ein Hotel oder einen Wohnkomplex zu halten. Erwirbt der Käufer weniger als 95% an einer solchen Objektgesellschaft, fällt grundsätzlich keine Grunderwerbsteuer an. Das Grunderwerbsteuergesetz regelt dieses Privileg. Da aber immer mehr Investoren dieses Modell bei Verkäufen nutzen, gehen dem Fiskus hohe Einnahmen verloren.“ (Zitiert aus Immobilien-Zeitung, s. Beitrag 2.2.)

WIESBADEN – Nicolas Katzung interviewte für die Immobilienzeitung Axel Schilder, Partner der Anwaltskanzlei King & Spalding. Dieser hält die von Politikern diverser Parteien vorgebrachten Argumente für eine Verschärfung der gesetzlichen Regelung bei Share-Deals für fadenscheinig. Die Herabsetzung der Schwelle, ab der Grunderwerbsteuer ausgelöst wird, von 95% auf 75% sieht er als problematisch an. Das einfachste Mittel, um Share-Deals zu verhindern, sei eine Steuersenkung. Auf die Frage, ob es nicht ungerecht sei, dass die öffentliche Hand, vermögende Private oder Unternehmen die Grunderwerbsteuer umgehen können, während Ottonormalverbraucher sie ausnahmslos berappen müsse, antwortet Schilder: „Wir reden von einer Steuervermeidung, nicht von einer Steuerumgehung. Die Vermeidung gelingt aber nur, wenn die Immobilie in der Gesellschaft bleibt. Sobald sie später aus der Gesellschaft verkauft wird, fällt Grunderwerbsteuer an.“ Und „Lieschen Müller“ habe auch andere Nachteile nicht, etwa „sämtliche Risiken, die Sie beim Kauf einer Gesellschaft prüfen müssen: Ist die Bilanz sauber? Wie sehen die Verträge der Gesellschaft mit Bauträgern, Mietern und Endkunden aus?“ „Wann wird es den finalen Vorstoß für eine Gesetzesreform geben?“ fragt der Interviewer am Schluss, darauf Schilder: „Irgendwann im Frühjahr 2018.“ Bereits vier Tage später (siehe 2.2.) ist das Thema in den Groko-Verhandlungen …

Quelle: immobilien-zeitung.de / Autor/Interviewer: Nicolas Katzung

 

31. Januar: 7x7finanz auf drei Immobilienmessen im März

BONN – Als neues Zuhause, Altersresidenz oder Anlageobjekt: das Interesse an Immobilien ist ungebrochen. Auf drei Fachveranstaltungen in der Region Bonn/Rhein-Sieg präsentiert die 7x7finanz GmbH im März 2018 ihr Angebot vor allem in Sachen Finanzierung und altersgerechtes Wohnen, aber auch nachhaltige Geldanlagen in Immobilien- und Energieprojekte.

Beim 15. Bonner Haus & Grund Tag am 3. März stehen nachhaltige Geldanlagen im Mittelpunkt, mit denen die Anleger Projekte mit Immobilien und Erneuerbaren Energien finanzieren: das reicht von der Energieanleihe über die Bürgerbeteiligung bis zur Umweltanleihe. Beim ImmobilienTag Hennef (11.3.) und auf dem Immobilienkongress West der IVD in Bonn (23.3.) liegt der Fokus auf geplanten Immobilienprojekten mit altersgerechten Wohnungen und Mehrgenerationenwohnen.

Der Eintritt zu den Messen ist kostenfrei. Das Team der 7x7finanz steht Ihnen am Messestand für Gespräche zur Verfügung. Wer in Sachen Immobilienkauf und -finanzierung beraten werden will, bekommt in dem Video „Immobilienberatung“ der 7x7finanz GmbH einen ersten Einblick.

Quelle: 7x7finanz.de

 

1. Februar: Neue Wege zum Wohneigentum

HAMBURG – Die eigenen vier Wände als Altersvorsorge können sich immer weniger Menschen mit mittleren Einkommen leisten. Zeit, dass eine neue Bundesregierung dieses Problem anpackt, findet Nedeljko Prodanovic in seinem Gastbeitrag auf cash-online.de. Es gebe „zahlreiche Stellschrauben, an denen eine neue Bundesregierung ansetzen könnte, um den Menschen zu helfen, Wohneigentum zu bilden”, schreibt Prodanovic. Als Projektentwickler und Immobilieninvestor wisse er, dass Wohneigentum ein guter und richtiger Weg zu mehr Wohlstand sei. Wer Eigentum besitze, habe statistisch gesehen im Ruhestand fünfmal mehr Vermögen als ein Mieter. Der Eigentumserwerb scheitere am häufigsten an den gestiegenen Preisen auf dem Immobilienmarkt. Die Gründe seien zahlreich: Es werde nicht genug gebaut, die Baukosten seien enorm gestiegen, auch wegen immer neuer baurechtlicher und energetischer Auflagen, und: „immer mehr Menschen ziehen in die Metropolen und Ballungsgebiete.“ Doch die Politik könne „gerade mit Blick auf die Eigentumsförderung einiges unternehmen“: dazu gehöre etwa die Einführung eines Baukindergeldes, aber Prodanovic sieht den „Kosten-Nutzen-Effekt dieser Maßnahme daher eher skeptisch“. Ein anderer Weg seien Befreiungen von der Grunderwerbsteuer – zum Beispiel bei Ersterwerb einer selbst genutzten Immobilie oder für bestimmte Eigentumsgruppen; und als dritten Weg  sieht der Autor Kreditbürgschaften des Staates für den Eigentumserwerb, denn den meisten „Schwellenhaushalten“ fehle für den Erwerb einer Immobilie das notwendige Eigenkapital.

Quelle: cash-online.de / Autor: Nedeljko Prodanovic

 

2. Februar: Union und SPD knöpfen sich Share-Deals vor

WIESBADEN –  Wenn es nach Union und SPD geht, sollen Share-Deals bei Immobilienverkäufen künftig unattraktiv werden. Darauf habe sich die Arbeitsgruppe Finanzen und Steuern in den Koalitionsverhandlungen geeinigt, berichtet die Immobilienzeitung und zitiert aus dem Einigungspapier der Arbeitsgruppe: „Nach Abschluss der Prüfarbeiten durch Bund und Länder werden wir eine effektive und rechtssichere gesetzliche Regelung umsetzen, um missbräuchliche Steuergestaltungen bei der Grunderwerbsteuer mittels Share-Deals zu beenden. Die gewonnenen Mehreinnahmen können von den Ländern zur Senkung der Steuersätze verwendet werden. Hierauf werden wir hinwirken.“ Im Gegenzug warne der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA), Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, vor einer solchen „Verteufelung“. Share-Deals seien ein wichtiges Instrument, damit etwa ein Grundstück innerhalb einer Projektentwicklung nicht doppelt mit Grunderwerbsteuerzahlungen belastet werde.

Quelle: immobilien-zeitung.de

 

5. Februar: Wohnen im Alter – Finanzspritze für den Immobilienumbau

MÜNCHEN/BREMEN (dpa) – Wer altersgerecht umbauen will, kann eine finanzielle Förderung für die entsprechenden Maßnahmen in Anspruch nehmen: sei es eine Rampe vor der Haustür, eine niedrige Duschwanne, ein Treppenlift oder breitere Türöffnungen. Voraussetzung ist, dass sich die Antragsteller im Vorfeld umfassend informieren, heißt es in einer dpa-Meldung zum Thema, veröffentlicht auf focus.de: „Jede Institution, die in irgendeiner Weise über Sozial- oder Krankenversicherungen mit der Person verbunden ist, die umbauen will, sollte man anfragen“, empfiehlt darin Irmtraud Swoboda vom Verband Privater Bauherren (VPB). Wichtige Fragen seien zum Beispiel: Welche Förderungen gibt es für den altersgerechten Umbau? Welche Umbaumaßnahmen werden gefördert? Welche Möglichkeiten haben Mieter? Der Antrag bei der KfW solle schon bald gestellt werden, denn in den vergangenen Jahren seien bereits im Laufe des Sommers die Fördertöpfe leer gewesen. Man solle also rechtzeitig planen und „sich auch bei Wohnberatungsstellen wie zum Beispiel der Caritas, der AWO oder dem DRK informieren.“

Quelle: focus.de (dpa)

 

FAZIT:

Bauen kann nur der Hab-ich, nicht der Hätt-ich.

Deutsches Sprichwort

 

Eine schöne Woche in und außer Haus wünscht Ihnen die 7x7finticker-Redaktion!

Artikelstichwörter:
Schwerpunktthemen: Aktuelles, Immobilien, Medienberichte, Wochenrückblick

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf Ihrer Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.

Um zu Ihrem Kommentar automatisch ein Bild einzufügen registrieren Sie sich bei Gravatar.