7x7finticker: der Wochenrückblick 8.-12. Januar

12 Januar 2018 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

7x7finticker: Wochenrückblick 8. – 12. Januar 2018 / präsentiert von der 7x7finanz

Leitgedanke

Wozu ist Geld gut, wenn nicht, um die Welt zu verbessern?

Elizabeth Taylor

Thema der Woche: Geld anlegen

Nachhaltige Geldanlagen sind im Kommen. Doch wer kann schon auf einen Blick die Spreu vom Weizen trennen? Und wer ist überhaupt erfahren genug in Sachen Geldanlage? Wertvolle Tipps und Einblicke haben wir für Sie zusammengestellt – im ersten Wochenrückblick dieses Jahres.

7x7finticker8. Januar: Häufige Fehler beim Umgang mit Geld

HAMBURG – Merten Larisch, Experte für Geldanlage bei der Verbraucherzentrale Bayern, erzählt im Interview der FOCUS-Online-Redakteurin Antonia Schäfer, welche Fehler die meisten Menschen bei der Geldanlage machen und wieso manche in den Schulden landen und andere nicht. Einer der häufigsten Fehler besteht laut Larisch darin, Geld ohne Plan zu investieren. Und obwohl die Statistiken klar für Aktien sprächen, fürchteten sich viele Menschen davor. Einer der Gründe: „Viele Menschen geraten in Panik, wenn der Kurs ihrer Aktie fällt, und verkaufen, um nicht noch mehr zu verlieren. Dabei ist die erste Regel immer, nicht auf Kursschwankungen zu reagieren!“ Larisch empfiehlt daher, etwa jeweils 50 Prozent der anzulegenden Summe in Aktien zu stecken und die andere Hälfte in eine verzinste Geldanlage. Dass immer mehr Menschen in den Schulden landen, habe etwas mit der Summe zu tun, die man immer verfügbar halten sollte, „falls etwas Unvorhergesehenes passiert, etwa das Auto kaputtgeht. Aber viele Menschen haben keinen ehrlichen Überblick über ihre, kompletten Ausgaben.“ Jeder Verbraucher solle sich einen Plan machen, wie viel er für diese Unwägbarkeiten zurücklegen muss. Alles, was er dann zurücklegt, solle er als Ausgabe begreifen, so Larisch: „Dann kann es nicht dazu kommen, dass er einen Kredit aufnehmen muss.“ Auch solle man seine Altersvorsorge durchkalkulieren, bevor man einen Immobilienkredit eingehe: „Man muss sich fragen, wie viel Geld man braucht, wenn man im Alter in der abgezahlten Immobile lebt.“

Quelle: focus.de / Autorin: Antonia Schäfer

9. Januar: Börse zeigt Trend zur nachhaltigen Geldanlage 

FRANKFURT – Für Privatanleger sei der Markt nachhaltiger Geldanlagen noch sehr klein, findet Martin Hock auf faz.net. Aber der Trend zu „bewusster“ Geldanlage sei nun auch auf den Finanzmärkten angekommen. Das schlage sich zum Beispiel in den Mechanismen der Börse nieder: „Aktien von Autobauern oder Kohlefirmen werden mit einem Abschlag gehandelt, da ihnen Anleger den Übergang vom Verbrennungsmotor zur E-Mobilität nicht zutrauen und eine schärfere CO2-Regulierung fürchten.“ Viele filterten ihre Portfolios mit Nachhaltigkeitskriterien, um mögliche Gefahren zu identifizieren. Auch Privatanleger können laut Pfeiffer immer leichter „sauber“ investieren. Verbraucher sollten allerdings nicht blind Fonds mit dem Etikett „nachhaltig“ vertrauen. „Es gibt keinen verlässlichen gesetzlichen Mindeststandard für ethisch-ökologische Fonds“, zitiert Hock die Verbraucherzentrale Bremen.

Quelle: faz.net (casc/dpa) / Autor: Martin Hock

10. Januar: Nachhaltigkeitsstandards bei Rentenversicherungen

BERLIN – Wie nachhaltig sind private Rentenversicherungen? Dieser Frage geht Hermannus Pfeiffer in neues-deutschland.de nach. Eine wachsende Zahl von Verbrauchern wolle genau(er) wissen, was mit ihrem Geld geschieht, wenn sie es in ihre private Altersvorsorge investieren. Für seinen Artikel hat er eine aktuelle Befragung der Verbraucherzentrale Bremen ausgewertet. Diese hat im Rahmen ihres Projektes »Gut fürs Geld, gut fürs Klima« 46 Anbieter von privaten Rentenversicherungen auf den Prüfstand gestellt und ihre Nachhaltigkeitsstandards untersucht. Immerhin hätten 22 der 46 untersuchten Rentenversicherer zumindest ein Ausschlusskriterium angewendet: „Am häufigsten sind dies Investitionen in geächtete Waffen, etwa in Streumunition, sowie Spekulationen mit Nahrungsmitteln.“ Umfangreiche ethisch-ökologische Ausschlusskriterien hätten jedoch lediglich zwei Versicherungsunternehmen angewendet: die Familienfürsorge Lebensversicherung AG und die Concordia Oeco Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft. Bei Concordia gelten die harten Kriterien allerdings nur für die Produktlinie »Leben oeco«. Schwer tun sich laut Verbraucherzentrale viele Konzerne auch mit dem Durchblick für ihre Kundschaft: „20 der 46 Versicherer veröffentlichen keine aussagekräftigen Informationen zu ihren Nachhaltigkeitsstandards und wollten auch gegenüber der Verbraucherzentrale keine konkreten Angaben machen.“ Weitere Infos zu den Nachhaltigkeitsstandards bei Rentenversicherungen gibt es auf www.geld-bewegt.de.

Quellen: neues-deutschland.de und geld-bewegt.de / Autor: Hermannus Pfeiffer

11. Januar: sozial und ökologisch Geld anlegen

HAMBURG – „So kannst du sozial und ökologisch Geld anlegen“ überschreibt der Autor Fabian Schäfer seinen gut recherchierten Artikel über grüne Geldanlagen auf ze.tt. Niemand müsse über ein großes Gehalt verfügen, um in andere Finanzprodukte wie Aktien oder Fonds zu investieren. Das gehe auch mit geringen Beträgen, einmalig oder regelmäßig. Doch es bleibe die Frage, worin die Bank das Geld anlegt. So seien etwa dem Fair Finance Guide zufolge sowohl die Deutsche Bank als auch die Commerzbank an Krauss-Maffei Wegmann beteiligt. Das deutsche Rüstungsunternehmen hat unter anderem den Leopard-2-Panzer an Katar geliefert. Die Liste der Banken, die in Waffenfirmen investiert, sei lang: Und sogar „die Pax-Bank, eine genossenschaftliche und katholische Bank, die sich selbst einen Ethik-Kodex auferlegt hat, tauche negativ im Fair Finance Guide auf: Sie ist an Coca-Cola und Nestlé beteiligt.“ Wie aber kann man Geld sinnvoll und ohne schlechtes Gewissen anlegen? fragt Schäfer und sondiert das boomende Angebot  nachhaltiger Geldanlagen. Dabei räumt er mit der Angst vieler Anleger auf, dass sie ihr Geld verlören, wenn sie in ökologische Fonds investierten. Eine Vielzahl von Studien belege, dass nachhaltige Fonds eine genauso hohe oder sogar höhere Rendite bringen wie konventionelle. Aber wie findet man heraus, ob ein Finanzprodukt nachhaltig ist? Schließlich sei ein Fonds nicht nachhaltig, nur weil er sich fair, öko oder grün nennt. „Das sind keine geschützten Begriffe. Das wird vielfältig interpretiert“, zitiert der Autor Monika Pietsch-Hadré, Referentin für nachhaltige Geldanlage bei der Verbraucherzentrale Bremen. Diese hat gemeinsam mit der Stiftung Warentest im Jahr 2014 nachhaltige Investmentfonds überprüft. Pietsch-Hadré rät generell, niemals ein Finanzprodukt zu kaufen, das man nicht versteht. Wer lieber auf Fonds und Aktien verzichten möchte, könne auch eine Nummer kleiner anfangen: mit einem Girokonto bei einer Bank mit Nachhaltigkeitsstandards. Abschließend zitiert Schäfer den Wirtschaftswissenschaftler Christian Klein: „Alles, was wir mit unserem Geld machen, ist mit Verantwortung verbunden.“

Quelle: ze.tt (ZEIT online) / Autor: Fabian Schäfer 

12. Januar: Neuer Produktcheck zu ethisch-ökologischen Geldanlagen

MÜNSTER – Die Verbraucherzentrale Bremen hat jetzt auf dem Internetportal www.geld-bewegt.de einen neuen Banken- und Produktcheck zu ethisch-ökologischen Geldanlagen veröffentlicht, informiert UmweltDialog.de. In dem Produktcheck seien neben Details zu den ethisch-ökologischen Anlagestandards von Banken auch aktuelle Konditionen von Sparanlagen und Girokonten zu finden.

UmweltDialog zitiert dazu Ulrike Brendel, Leiterin des Projekts „Gut fürs Geld, gut fürs Klima“ bei der Verbraucherzentrale Bremen: „Wir möchten Anlegerinnen und Anlegern aufzeigen, dass sie selbst mit ihrem Geld etwas bewegen können. So bringt das Ersparte nicht nur Rendite, sondern unterstützt gleichzeitig den Klimaschutz oder die Einhaltung von Menschenrechten. Es gibt mittlerweile in vielen Anlagebereichen ethisch-ökologische Alternativen.“ Die Internetseite biete außerdem Informationen zu Investmentfonds, riskanten Umweltinvestments und Altersvorsorgeprodukten. So habe die Verbraucherzentrale Bremen mit der Stiftung Warentest vor kurzem eine Untersuchung zur Nachhaltigkeit bei Riester-Produkten veröffentlicht.

Quellen: UmweltDialog.de (DU/pm) und geld-bewegt.de

 

FAZIT:

Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.

Henry Ford

 

Einen guten Start in das noch junge neue Jahr wünscht Ihnen die 7x7finticker-Redaktion!

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Schwerpunktthemen: Aktuelles, Medienberichte, Nachhaltigkeit/Öko-Invest, Wochenrückblick

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