7x7finticker: der Wochenrückblick 4.-8. Dezember

8 Dezember 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

7x7finticker: der Wochenrückblick 4. – 8. Dezember 2017 / präsentiert von der 7x7finanz

Leitgedanke

Was wir im alten falsch getan, das fangen wir von neuem an.

(Spruch zum Jahreswechsel)

 

Thema der Woche: Was sich 2018 ändert

Warum Rentner sich aufs neue Jahr freuen dürfen, Finanz- und Vorsorgeberater künftig jeden Wortwechsel  mit dem Kunden festhalten müssen und Autofahrer unter bestimmten Bedingungen auch jetzt noch ihre Kfz-Versicherung wechseln können: All das und noch mehr erfahren Sie in unserem Wochenrückblick.

7x7finticker4. Dezember: Steuer, Rente & Co. – was ändert sich 2018?

KONSTANZ – Zum Jahreswechsel steht eine Fülle von gesetzlichen Änderungen an, einen Überblick über einige davon gibt eine dpa-Meldung, hier Auszüge aus dem Südkurier:

Einkommensteuer: Von 8.820 Euro auf genau 9.000 Euro steigt der Grundfreibetrag. Ledige Erwachsene müssen erst ab dieser Summe ihr Einkommen versteuern, bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Betrag auf 18.000 Euro.

Rente: Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar von 18,7 auf 18,6 Prozent. Arbeitnehmern winkt bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 3.000 Euro eine Entlastung von 1,50 Euro. Die rund 21 Millionen Rentner dürfen im Juli mit deutlich mehr Geld rechnen: Es wird ein Rentenplus von etwa drei Prozent erwartet. Für Riester-Sparer steigt die staatliche Grundzulage von 154 Euro auf 175 Euro. Voraussetzung für den Zuschuss ist, dass mindestens vier Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens in ein zertifiziertes Riester-Produkt fließen.

Verbraucherschutz: Verbraucher haften beim Missbrauch ihrer Kreditkarte oder ihres Online-Bankings in der Regel – grobe Fahrlässigkeit ausgenommen – nur noch bis zu einem Betrag von 50 Euro statt wie bisher bis 150 Euro. Vom Zahlungsdienstleister werden in Zukunft aber zusätzliche Beweismittel verlangt, um dem betroffenen Kunden fahrlässiges Verhalten nachzuweisen.

Quelle: suedkurier.de (dpa)

 

5. Dezember: Kapitalmarkt 2018 oder der Blick in die Glaskugel

FRANKFURT – „Exakte Prognosen sind wie Glaskugeln: Sie glänzen zwar, halten aber nicht viel aus und am Ende sieht man vor allem sich selbst“, findet Martin Hock von der Frankfurter Allgemeinen. Der Autor holt weiter aus, um zu beschreiben, was an Prognosen seiner Ansicht nach wirklich wichtig ist. Bei der  momentanen Rückblick-Ausblick-Zeit wolle jeder der erste sein, das sei beim Fußball und in der Politik so, aber auch an den Finanzmärkten. Und da sei es wie überall: „Welchem Experten soll man glauben und soll man überhaupt den Experten glauben? Und wer trifft das Ziel am genauesten?“ Hock entlarvt zunächst die Prognosen, die für dieses Jahr abgegeben wurden, und beruft sich dabei auf den Vermögensberater Laureus, ein Tochterunternehmen der Sparda-Bank West. Demzufolge hätten etwa die Banken für 2017 einen Anstieg des Dax‘ um gerade einmal 1,3 Prozent prophezeit. Aktuell stehe dieser mehr als zehn Prozent im Plus. Weiter heiße es bei Laureus, dass Anleger daher nicht so sehr auf die punktgenaue Prophezeiung achten sollten, sondern auf die Argumente, die dahinter steckten: „Antworten etwa darauf, wie sich Fundamentaldaten darstellten und sich die Weltwirtschaft und die Notenbankenpolitik entwickelten, seien erheblich hilfreicher. Nicht zuletzt deswegen, weil immer wieder unerwartete Entwicklungen die Kapitalmärkte kurzfristig in die eine oder andere Richtung beeinflussten.“

Des weiteren zitiert Hock Rolf Tilmes, Vorstandsvorsitzender des Finanzplanerverbandes FPSB Deutschland. Der plädiere für eine Finanzplanung, denn ganz gleich ob man dazu selbst in der Lage sei oder einen Fachmann beauftrage: Wer einen Plan habe und diesen Plan diszipliniert einhalte, könne damit die tägliche Zukunftsunsicherheit überwinden und brauche auch keine detaillierten Zukunftsprognosen für das Wertpapierportfolio mehr.

Quelle: faz.net / Autor: Martin Hock

 

6. Dezember: Neues bei der Rente ab 2018

FRANKFURT – Max Geissler (Biallo) berichtet in der Frankfurter Neuen Presse über die wichtigsten Neuerungen bei Rente und Altersvorsorge. Dabei beginnt er mit einer guten Nachricht für die Ruheständler, deren Renten 2018 um mehr als drei Prozent steigen sollen. Große Umbrüche bewirke das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz. Es soll dazu beitragen, die Betriebsrente (bAV) vor allem in kleinen Betrieben attraktiver zu machen. Dazu dient zum Beispiel das neue Sozialpartnermodell: „Es ermöglicht Arbeitgebern einen Steuerbonus von 30 Prozent, wenn sie gering verdienenden Beschäftigten mit einem Bruttolohn unter 2.200 Euro im Monat eine Betriebsrente anbieten.“ Arbeitnehmer, die nicht am Sozialpartnermodell teilhaben möchten, müssten allerdings aktiv widersprechen. Für alle, die eine Betriebsrente mit Renten- oder Beitragsgarantie wollen, hatt Geissler einen Tipp: Sie könnten „statt des neuen Modells einen der bisherigen Durchführungswege wählen, etwa die Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds.“ 

Quelle: frankfurter neue presse / Autor: Max Geissler (biallo)

 

7. Dezember: Nach Beitragserhöhung kann Kfz-Versicherung auch im Dezember gekündigt werden

HAMBURG – In Deutschland tobt ein Preiskampf um die Kfz-Versicherung – alljährlich im Spätherbst suchen Millionen Autofahrer nach günstigen Policen. Doch in diesem Jahr ist die Schnäppchenjagd schwierig, wie focus.de berichtet. Für zig Millionen Autofahrer werde die Kfz-Versicherung teurer. Nach Angaben aus der Branche und großer Online-Vergleichsportale seien die Preise in der laufenden Wechselsaison im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die reguläre Kündigungsfrist für die Kfz-Versicherung betrage zwar vier Wochen und wer zum neuen Jahr auch einen neuen Vertrag abschließen wollte, musste daher zum 30. November kündigen; was viele Kunden aber nicht wissen: Im Falle einer Preiserhöhung verlängere sich jedoch die Kündigungsfrist. Viele Versicherer hätten ihre Rechnungen erst sehr spät im November verschickt, sagte Björn Hinrichs, Branchenleiter Versicherungen bei Arvato Financial Services, gegenüber Focus. Die Kunden hätten aber im Falle einer Beitragserhöhung ein Sonderkündigungsrecht; dieses gelte vier Wochen lang ab Eingang der Beitragsrechnung. „Das bedeutet, dass Kunden, deren Jahresprämien erhöht wurden, auch noch im Dezember ihre Kfz-Versicherung wechseln können“, wird Hinrichs zitiert. Zudem seien viele Beitragsschreiben so formuliert, dass eine Erhöhung nicht direkt zu erkennen ist. Das Vergleichsportal Verivox bestätige diese Einschätzung. Auch die Verivox-Daten deuteten darauf hin, dass viele Autofahrer das Schreiben mit der Preiserhöhung erst kürzlich erhalten haben: „Das sehen wir an der regen Nachfrage im Dezember, die bisher klar über den ersten Dezembertagen 2016 liegt“, zitiert Focus Wolfgang Schütz, Geschäftsführer der Verivox Versicherungsvergleich GmbH.

Quelle: focus.de (dpa)

 

8. Dezember: Finanzberatung – was sich ab Januar 2018 ändert

BONN – In wenigen Wochen, ab dem 3. Januar 2018, werden die neuen Anforderungen an die Konzeption und den Vertrieb von Anlageprodukten gemäß MiFID II und MiFIR anzuwenden sein. Das hat Auswirkungen auf die Berater-Kunden-Kommunikation. Diese hat die 7x7finanz GmbH jetzt für ihre Kunden in einer Zusammenstellung kurz und knapp erläutert: „Alles in eine Hand“ – die vier Beratungsthemen und worauf es dabei ankommt.

„Zu Ihrer und zu unserer Sicherheit wird dieses Gespräch aufgezeichnet!“ Vielen ist dieser Satz am Telefon auch in anderen Zusammenhängen schon begegnet. Ab 03.01.2018 ist der Hinweis auch in der Finanzberatung – speziell in der Anlageberatung – Pflicht. Die umfassende Datenaufnahme, der Gesprächsverlauf, die eingesetzten Dokumente und Formulare und die Ergebnisse sind zudem festzuhalten. Die 7x7finanz GmbH gibt ihren Kunden einen Überblick über die Dokumente und Checklisten, inklusive Downloads als PDF.
FAZIT:

Dasselbe Jahr wird dem einen eine Mutter, dem anderen eine Stiefmutter sein.

Aus Wales

 

Einen schönen zweiten Advent wünscht Ihnen die 7x7finticker-Redaktion!

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Schwerpunktthemen: Aktuelles, Medienberichte, Verbraucherthemen, Wochenrückblick

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