7x7finticker: Wochenrückblick 4.-8. September

8 September 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

7x7finticker: der Wochenrückblick 4. – 8. September 2017 / präsentiert von der 7x7finanz

Leitgedanke:

„Jeder schimpft auf das Wetter, aber keiner tut etwas dagegen.“

Mark Twain

Thema der Woche: Alle reden übers Wetter – wir nennen es Klimawandel

„Ist das jetzt der Klimawandel?“ fragte die ZEIT Anfang Juni anlässlich der heftigen Gewitter, Starkregen und Hochwasser in Süddeutschland. Mit immensen Unwetterschäden müssen wir wohl in Zukunft auch in Deutschland zunehmend rechnen, darauf weist Deutschlands größter Rückversicherer Munich Re hin. Aktuelle Meldungen zu diesem Thema haben wir in unserem Wochenrückblick aufbereitet.

7x7finticker4. September: Millionenschäden nach Hochwasser in Niedersachsen

HAMBURG (NDR) – Nach dem Hochwasser im Juli in Niedersachsen wird langsam das finanzielle Ausmaß der Naturkatastrophe deutlich. Nach derzeitigen Schätzungen sind im Landkreis Goslar allein an öffentlichen Gebäuden, Schulen und Brücken Schäden von rund 13,8 Millionen Euro entstanden, teilte ein Stadtsprecher mit. Bei privaten Haushalten und Gebäuden seien insgesamt rund 4.300 Personen mit Schadenshöhe zwischen 500 und mehreren 10.000 Euro betroffen.

Quelle: ndr.de

 

5. September: Unwetterschäden von der Steuer absetzbar – aber nicht alles

MÜNSTER/NEUSTADT7WEINSTRASSE (WN/dpa/VLH) – Unwetterschäden an Häusern und Wohnungen sind unter Umständen von der Steuer absetzbar. Eine Voraussetzung: Der Schaden wurde nicht schon von einer Versicherung übernommen, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH). Vermieter können die Ausgaben in ihren Steuererklärungen dann als Werbungskosten geltend machen, Selbstnutzer und Mieter als außergewöhnliche Belastung.

Die absetzbaren Kosten müssen Reparaturen oder Instandsetzungen an existenziell wichtigen Bereichen der Immobilie betreffen – darunter fällt etwa der Austausch kaputter Fensterscheiben – nicht jedoch die Behebung von Schäden an Gartenterrassen oder Garagen und ebensowenig an wie kostbaren Bilder und Antiquitäten. Hingegen sind die Kosten für die Anschaffung von Möbeln, Hausrat oder Kleidung, die durch die unwetterbedingte Schäden nutzlos geworden sind, absetzbar.

Quelle: Westfälische Nachrichten/dpa, ausführliche Infos zum Thema „Unwetterschäden von der Steuer absetzen“ finden Sie auf der Website der Vereinigten Lohnsteuerhilfe.

 

6. September: Immense Unwetterschäden werden zunehmen

DÜSSELDORF – Klimaschutz scheint bei Deutschlands Politkern gerade eine Nebenrolle zu spielen – im Wahlkampf taucht das Thema kaum auf, wie sich etwa beim TV-Duell Merkel-Schulz am Sonntag zeigte. Dabei häufen sich die Symptome des Klimawandels weltweit: ob in den Schweizer Alpen, im US-Bundesstaat Texas oder wie im Juli in Teilen Niedersachsens. Mit immensen Unwetterschäden müssen wir wohl in Zukunft auch in Deutschland zunehmend rechnen, darauf weist Deutschlands größter Rückversicherer Munich Re hin. Deren Leiter der Geo-Risikoforschung, der Meteorologe Peter Höppe, sagte gegenüber der Wochenzeitung die ZEIT, die Schadenskosten infolge schwerer Gewitter seien in Deutschland seit den 1980er Jahren um mehr als das Siebenfache gestiegen. Laut Bericht der Versicherungsgesellschaft stellten Klimaexperten hierzulande eine auffällige Häufung von Gewittern fest.

Quelle: energiezukunft.eu, Herausgeber: Naturstrom AG (na)

 

7. September: Wovor die Deutschen am meisten Angst haben

HANNOVER/BERLIN (RDN/dpa) – Verheerende Unwetter, Terroranschläge oder Zuwanderung: Sie gehören zu den aktuelle Ereignissen, die bei den Deutschen Ängste hervorrufen. Das zeigt die neueste Langzeit-Umfrage „Die Ängste der Deutschen“ im Auftrag der R+V Versicherung, bei der 2.400 Menschen befragt wurden. Laut der Umfrage ist die Angst vor Naturkatastrophen von 52 auf 56 Prozent gestiegen. Weiter heißt es dazu in der RND/dpa/iro-Meldung: „Dazu gehört auch die Angst vor vermehrten Wetterextremen wie Stürme, Starkregen, Hagel und Überschwemmungen.“

Originalbeitrag von: RND/dpa/iro, Quelle: Peiner Allgemeine

 

8. September: Obstbauern fordern Frostversicherung

STUTTGART/RAVENSBURG – Der Klimawandel manifestiert sich nicht nur in verheerenden Unwettern, sondern etwa auch durch unerwartete Frosteinbrüche. Davon waren besonders die Landwirte und Obstbauern im April dieses Jahres betroffen. Sie verzeichnen drastische Ernteeinbußen. Damit Schäden wie in diesem Jahr in Zukunft abgefedert werden könnten, fordern nun Landwirte und Obstvermarkter am Bodensee eine Versicherung gegen Naturereignisse wie Frost, Dürre oder Hagel wie in vielen anderen EU-Staaten. Eine solche Versicherung sei wichtig für die Wettbewerbsgleichheit in Europa – schließlich bezuschusse der Staat in anderen EU-Ländern die Versicherungsprämie.

Quelle: SWR aktuell

 

FAZIT:

„Wetter ist eine Erfindung der Natur, Unwetter eine Erfindung der Menschen.“

Erhard Horst Bellermann (*1937), deutscher Bauingenieur, Dichter und Aphoristiker

 

Wie auch immer das Wetter wird: Ein gutes und beschütztes Wochenende wünschen Ihnen die 7x7finticker-Redaktion und das Team der 7x7finanz GmbH!

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Schwerpunktthemen: Aktuelles, Medienberichte, Wochenrückblick

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