7x7finticker: der Wochenrückblick 7.-11. August

11 August 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

7x7finticker: der Wochenrückblick 7.-11. August 2017 / präsentiert von der 7x7finanz

 Leitgedanke:

„Keine Investition ist sicher, aber einige sind sicherer als andere.“

Gerd Gigerenzer (Zitat aus dem Buch „Risiko – wie man die richtigen Entscheidungen trifft“)

Thema der Woche: Risiko und Absicherung von Geldanlagen

„Es lügt auch der, der die Wahrheit verschweigt“ sagt ein schottisches Sprichwort. Wie sparsam man mit der Wahrheit umgehen oder die Wahrheit umgehen kann, zeigen auch die Kommentare und Berichte unseres heutigen Newsletters zum Thema Risiko und Geldanlage.

7x7finticker7. August: Wie viel Absicherung braucht man?

FRANKFURT – Die Finanzwelt macht Geschäfte mit Risiken, was dem Durchschnittsbürger höchst suspekt ist. Dabei gibt es eine ganz einfache Lösung, meint Gastautor Reinhard Panse in der FAZ: „Niemand kann die Zukunft voraussagen, aber man kann sich durch gewisse Instrumente gegen Abstürze an der Börse versichern.“

Quelle: FAZ.net, Autor: Reinhard Panse (Geschäftsführer und Chefanlagestratege von HQ Trust, dem Multi-Family-Office der Familie Harald Quandt!)

8. August: Da war doch was… zehn Jahre Finanzkrise und nichts gelernt?

TICINO (CH) – An die Ursachen der Krise erinnert die Schweizer Tageszeitung Corriere del Ticino. Unter der Überschrift „Aus Gier die Grenzen nicht gesehen“ heißt es:

„In dem unendlichen Netz der Verbriefungen verschwand der eigentliche Schuldner. Das Ende der Trennung zwischen Kredit- und Investmentbank ermunterte zu den waghalsigsten Operationen. (…) Doch wächst das Geld nicht auf Bäumen, weder damals noch heute. Auch nicht dank noch so ausgeklügelter Algorithmen.“*

*Dieses und andere Zitate der Weltpresse finden sich bei eurotopics.net in der Zusammenstellung: „Zehn Jahre Finanzkrise – was haben wir gelernt?“, Quelle: www.eurotopics.net

Zu demselben Thema s.a. die Blogmeldung „Heute vor zehn Jahren begann die Finanzkrise“ am 9.8. unter 7x7finanz.de

9. August: Risiko Klimawandel – Banken als Umweltsünder vor Gericht

BERLIN taz – Im Kampf gegen den Klimawandel gibt es eine neue Waffe: Klagen gegen Banken, die keine Angaben dazu machen, wie viel Geld sie in fossile Energien stecken. Ein aktuelles Beispiel beschreibt Ingo Arzt in der taz.  Quelle: taz.de, Autor: Ingo Arzt

10. August: Made in Madi – Literarische Innenansichten aus der Finanzwelt

BONN – Der türkischstämmige und in Deutschland lebende Autor Tekin Tegida („ich gehöre zur zweiten Generation einer Gastarbeiter-Dynastie“) veröffentlicht seit Juli 2017 auf der Internetseite der Literaturzeitschrift „Kritische Ausgabe“ in Etappen seinen Erzähltext „Rattenrennen“. In der Etappe 3 geht es unter dem Titel „Im Narrenturm“ um seine ersten beruflichen Erfahrungen in der Finanzwelt. Darin beschreibt er seine Tätigkeit als „Produktspezialist“ bei MADI, einer Fondsgesellschaft der „Kopfschmerzbank“*: „Manchmal wurden auch die Risikocontroller verantwortlich gemacht, die in der Theorie frühzeitig vor Risikowerten hätten warnen sollen.“

*scherzhafter Name für die Commerzbank (d. Red.)

Autor: Tekin Tegida, Quelle: kritische-ausgabe.de

(Die »Kritische Ausgabe – Zeitschrift für Literatur im Dialog« sowie das Online-Magazin wird von einer jungen, ehrenamtlichen Redaktion betreut. Ihre Arbeit wird durch Spenden an einen Förderverein ermöglicht.)

 11. August: Bankhaus fürchtet Risiken für die Reputation

DÜSSELDORF – Die Schweizer Bank Credit Suisse verbietet Transaktionen mit bestimmten Venezuela-Anleihen. Das Finanzinstitut wolle nicht in Geschäfte mit der Regierung Venezuelas verwickelt sein, die Menschenrechte verletzte. Das meldet die Wirtschaftswoche.  Quelle: wiwo.de Dazu eine Frage der finticker-Redaktion: Wieso fürchtet eine Bank um ihre Reputation wegen Venezuela und zieht entsprechende Register, unternimmt aber nichts dergleichen bezüglich der Abhängigkeit von Katar? (die ja schon länger auch bei der Deutschen Bank, VW und anderen gegeben ist und aktuell auch bei Solarworld droht)

FAZIT: „Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“

Joachim Ringelnatz (wird auch Karl Valentin zugeschrieben)

Was bedeuten 30% Regenwahrscheinlichkeit? „Eine Frau in New York: Ich weiß, was 30 Prozent bedeuten: Drei Meteorologen denken, es wird regnen, und sieben nicht.“

(aus: Gerd Gigerenzer, „Risiko – wie man die richtigen Entscheidungen trifft“)

 In diesem Sinne wünscht Ihnen ein schönes Wochenende mit hoher Sonnenwahrscheinlichkeit

Ihre 7x7finticker Redaktion

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Schwerpunktthemen: Aktuelles, Medienberichte, Wochenrückblick

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