7x7finticker: der Wochenrückblick 23.-27. Juli

27 Juli 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Der Wochenrückblick 23.-27. Juli 2017 – präsentiert von der 7x7finanz

Thema der Woche*: Altersvorsorge

Leitgedanke:

Die Kunst heutiger Rentner besteht darin, mit doppelter Zeit und halbiertem Einkommen umzugehen.

(© Willy Meurer, deutsch-kanadischer Kaufmann und Publizist)

*Hinweis in eigener Sache: Wir beginnen den Wochenrückblick wegen des Themas ausnahmsweise am Sonntag, denn da hat ja bekanntlich auch Gott seinen Ruhestand gefeiert. Dafür endet der Rückblick schon am Donnerstag, denn an diesem Frei-tag ruht die finticker-Redaktion.

7x7finticker23. Juli: „Gestern Mitteilung zur Rentenerhöhung bekommen“

OFFENBACH – Für manchen fängt die Woche ja schon am Sonntag an. Statt sich zu entspannen und sich auf die Rente zu freuen, beschäftigen sich jedoch viele anscheinend gerne mit Themen wie Flexirente u. a., wie der folgende Trialog im „Forum“ von „ihre-vorsorge.de“ (übrigens eine sehr gute Informationsquelle) zeigt.

Quelle: www.ihre-vorsorge.de

 

24. Juli: Altersvorsorge und Wohneigentum sind wichtigste Sparziele

BERLIN – Der beliebteste Grund zum Sparen ist aktuell die Altersvorsorge. Knapp 58 Prozent der Befragten sparen für das Alter. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger, in deren Rahmen Kantar TNS im Auftrag des Verbandes der privaten Bausparkassen** befragt hatte.

Auf Platz zwei liegen mit rund 54 Prozent Anschaffungen wie Technik, Kleidung oder Autos. Angesichts der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank wird stärker als früher konsumiert. Auf dem dritten Rang landet das Sparziel Erwerb und Renovierung von Wohneigentum mit 46 Prozent. Damit ist dieses Sparmotiv der heimliche Sieger. Schließlich sind im Vergleich zur Umfrage vor drei Monaten rund vier Prozent der Stimmen hinzugekommen.

Keine Änderung gegenüber der Frühjahrsumfrage ergab sich bei den Sparmotiven „Ausbildung der Kinder“ und „Notgroschen“. Beide erreichen erneut jeweils drei Prozent. Das Sparen in Form von Investmentfonds, Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und Kapitallebensversicherungen verliert zwei Prozentpunkte und liegt nun bei 27 Prozent. Zum Vergleich: In den Jahren 2006/2007 nannten im Schnitt immerhin noch 44 Prozent dieses Sparmotiv.

Quelle: versicherungsbote.de

**Mehr zur Umfrage und ein PDF der Pressemeldung auf bausparkassen.de

 

25. Juli: Betriebsrentenstärkungsgesetz – was bringt’s?

KASSEL Am 7. Juli hat das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) die letzte parlamentarische Hürde genommen und kann damit zum 1.1.2018 in Kraft treten. In seinem Fachkommentar beschreibt Helge von Hagen, Experte für Betriebliche Altersvorsorge (bAV), welche neuen Möglichkeiten das BRSG für Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der bAV-Gestaltung mit sich bringt und wägt die Stärken und Schwächen des Gesetzes ab (das sicher gute Aussichten hat, zum „Wortungetüm des Jahres“ gewählt zu werden).

Der komplette Fachkommentar von Helge von Hagen zum BRSG: unter 7x7finanz Blog

KIEL – Eine gute Zusammenfassung aus Arbeitnehmersicht liefert die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein „Betriebsrente: Das müssen Verbraucher zum neuen Gesetz wissen“.

 

26. Juli: Was von der Rentenerhöhung übrig bleibt

„Ab 1. Juli 2017 wird die Rente in den neuen Bundesländern um 3,59 Prozent und in den alten Bundesländern um 1,9 Prozent erhöht. Davon profitiert auch der Fiskus. Denn im Veranlagungszeitraum 2017 könnte es durch die Rentenerhöhung zu Steuermehreinnahmen von bis zu 205 Millionen Euro kommen. Was bedeutet die Rentenerhöhung für Ruheständler?“ fragt Dr. Rolf Sukowski und liefert eine ausführliche Antwort mit Rechenbeispielen. Hier zwei Auszüge:

„Die bittere Pille ist, dass zahlreiche Rentner durch die Rentenerhöhung erstmals Steuern zahlen müssen. Schon mit der Rentenerhöhung 2016 (4,25 Prozent im Westen, 5,95 Prozent im Osten) verdoppelte sich bei einigen Rentner die zu zahlende Steuer. Da fragen sich viele: Warum wird die Rente erhöht, wenn der Staat mit der höheren Steuer, Kranken- und Pflegeversicherung sich das Geld wiederholt?“ (…) „Und so geht das Jahr für Jahr. Denn jede künftige Rentenerhöhung wird voll verbeitragt und voll versteuert. Über den jährlichen Inflationsverlust reden wir an dieser Stelle nicht (aktuelle Prognose 1,7 Prozent für 2017). Und: Je höher die Renteneinkünfte beispielsweise durch eine Hinterbliebenenrente oder eine Betriebsrente, desto höher ist der prozentuale Anteil, der beim Fiskus landet.“

Sukowskis Fazit: „Wie gewonnen, so zerronnen.“

Autor: Dr. Rolf Sukowski (Leiter einer Beratungsstelle in Berlin der Lohnsteuerhilfe für Arbeitnehmer des Lohnsteuerhilfevereins mit Sitz in Gladbeck)

Quelle: neues deutschland

 

27. Juli: Riester-Vertrag in der Elternzeit weiterlaufen lassen

FRANKFURT/MAIN (dpa) – Altersvorsorge ist auch für frischgebackene Eltern wichtig. Daher gilt: Wer einen Riester-Vertrag hat, sollte ihn auch während der bis zu dreijährigen Elternzeit durchhalten, rät die Aktion «Finanzwissen für alle» der Fondsgesellschaften. Dann bekommen Eltern die jährliche Grundzulage von 154 Euro (175 Euro ab 2018) und die Kinderzulage von 300 Euro. Für bis Ende 2007 geborene Kinder gibt es 185 Euro. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Eltern im ersten Jahr der Elternzeit noch den Mindesteigenbetrag einzahlen. Der Haken dabei: Auch wenn die Einkünfte zu Beginn der Elternzeit gering sind oder ausfallen, müssen Eltern vier Prozent ihres Vorjahreseinkommens in den Riester-Vertrag einzahlen, um die vollen Zulagen zu erhalten. Grundzulage sowie Kinderzulagen werden aber auf die Beiträge angerechnet. Ab dem zweiten Jahr sind dann aber nur noch 60 Euro pro Jahr oder 5 Euro monatlich als Sockelbetrag für die Zulagen erforderlich.

Quelle: dpa-Meldung, in: Westdeutsche Zeitung

 

FAZIT: Rente kriegen will jeder, aber sterben will keiner.

(© Marion Gitzel, Schriftstellerin)

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Schwerpunktthemen: Aktuelles, Medienberichte, Vorsorge, Wochenrückblick

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