7x7finticker: der Wochenrückblick 3.-7. Juli

7 Juli 2017 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Der Wochenrückblick 3.-7. Juli 2017 – präsentiert von der 7x7finanz

Leitgedanke: Seien Sie versichert – Sie leben noch!

3. Juli: Bundestagsausschuss sorgt sich um Lebensversicherung

KARLSRUHE/BERLIN – Die niedrigen Zinsen auf den Kapitalmärkten belasten die deutschen Lebensversicherungen weiter merklich. „Es besteht die Gefahr, dass die erwirtschafteten Erträge nicht mehr ausreichen, um den langfristigen Verpflichtungen nachzukommen“, schreibt der Ausschuss für Finanzstabilität in seinem von der Bundesregierung als Unterrichtung (18/12930) vorgelegten Vierten Bericht an den Deutschen Bundestag zur Finanzstabilität in Deutschland. Mehrere deutsche Lebensversicherer hätten bereits entschieden, ihr Neugeschäft einzustellen und den bestehenden Versicherungsbestand abzuwickeln. Dadurch könnten Kosten und Risiken gesenkt werden, meint der Ausschuss und stellt fest: „Die damit verbundene Konsolidierung kann die Risikotragfähigkeit des ganzen Sektors steigern.“

Quelle: versr.de mit Bezug auf (hib – Heute im Bundestag Nr. 418 vom 3. 7. 2017)

4. Juli: Wenn sich die Lebensversicherung halbiert – das Spiel der Zahlen beginnt

BERLIN – Ungute Nachrichten für Besitzer von Lebensversicherungen: nach Berechnungen des Bundes der Versicherten bekommen Kunden mitunter fast 50 Prozent weniger ausgezahlt als ursprünglich in Aussicht gestellt. Und dies trotz noch üppiger Garantiezinsen. Wie sehr sich Niedrigzinsen und Zins-Zusatzreserve auf die Ablaufleistungen von Lebensversicherungen auswirken, zeigt eine Berechnung des Bundes der Versicherten (BdV) für den Finanzausschuss des Bundestags. Demnach kommt eine Police mit einer Versicherungssumme von 30.678 Euro aus dem Jahr 1997 mit einer anfänglichen Verzinsung von sieben Prozent und einem Garantiezins von vier Prozent statt der in Aussicht gestellten 63.163 Euro zum Rentenbeginn 2029 nur noch auf 35.881 Euro. Dies sind satte 43 Prozent weniger als bei Abschluss der Versicherung erwartet werden konnten. Gegenüber der „Bild“-Zeitung äußerte sich BdV-Chef Axel Kleinlein denn auch kritisch: „Die Überschussbeteiligung wird künftig kaum noch eine Rolle spielen. Für die Verbraucher zählt fast nur noch, was die Anbieter ihren Kunden garantieren. Für vernünftige Altersvorsorge sind die Lebensversicherer deshalb keine geeigneten Partner.“

Quelle: n-tv.de (von Axel Witte)

5. Juli: Ist Ihre Lebensversicherung noch zeitgemäß?

BONN – Lebensversicherungen sind derzeit ein großes Thema. Manche von ihnen haben viel versprochen, aber wenig gehalten, andere wiederum passen nicht mehr in die heutige Zeit. Gerade als Altersvorsorge stellt sich die Frage: Ist Ihre Lebensversicherung noch zeitgemäß? Haben Sie letztes Wochenende auf den letzten Drücker ihre Steuererklärung abgegeben? Herzlichen Glückwunsch – dann ist jetzt erst einmal Durchatmen angesagt. Vielleicht haben Sie sich bei dem einen oder anderen Eintrag gefragt, warum Sie dort eigentlich so viel Geld ausgeben. Gerade bei der Altersvorsorge ist das alle Jahre wieder eine durchaus berechtigte Frage. Denn: Als Sie vor zehn Jahren Ihre Altersvorsorge abgeschlossen hatten, sah Ihre Lebenssituation sicher noch ganz anders aus. Keine Kinder, anderer Job, hohe Schulden. Höchste Zeit also, Ihre alten Verträge gründlich durchchecken zu lassen.

Quelle: 7x7finanz.de

6. Juli: Frontalangriff auf die Lebensversicherung – BILD schockt, Versicherungsjournal bockt

AHRENSBURG – Die Bild-Zeitung hat jetzt an prominenter Stelle über neue Schockberechnungen über die nur noch geringen zu erwartenden Ablaufleistungen von Lebensversicherungen berichtet. (s. 4. Juli, d. Red.) Dies lägen im Einzelfall bis zu 43 Prozent unter den einmal aus einer Lebensversicherung erwarteten Erträgen, so das Boulevardblatt unter Berufung auf Berechnungen des BdV. Dieser bestätigte die Korrektheit der zitierten Zahlen. Die Versicherungswirtschaft wies darauf hin, dass das Zahlenwerk nur unvollständig wiedergegeben worden sei. Für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) sind die abgegriffenen Zahlen unvollständig. So ließen sich keine Rückschlüsse auf die Rentabilität der genannten Verträge ziehen. Richtig sei allerdings, dass die Überschussbeteiligung in Zeiten langfristig niedrigen Zinsen wie zurzeit nicht so hoch ausfallen könne wie in Zeiten mit hohen Zinsen. „Eine sichere, weil garantierte Verzinsung von vier Prozent ist im derzeitigen Niedrigzinsumfeld außerordentlich hoch“, erklärte der GDV. Nach Informationen des VersicherungsJournals stellte der BdV die Berechnungen im Nachklang zu der nicht-öffentlichen Expertenanhörung im Mai an.

Quelle: Manfred Brüss auf Versicherungsjournal.de mit Bezug auf bild.de

7. Juli: 63.163 Euro schrumpfen zu 35.881 Euro – Zahlen und kein Ende

BERLIN – Niedrige Zinsen machen Lebensversicherungen zu schaffen. Wegen der niedrigen Zinsen fällt es Lebensversicherungen immer schwerer, ihre versprochenen Auszahlungsbeträge zu erwirtschaften, wie Berechnungen des Bundes der Versicherten für den Finanzausschuss des Bundestages belegen. In einem ersten Fall wurden Anfang 1997 einem Versicherten auf Grundlage eines Zinssatzes von 7 Prozent 63.163 Euro versprochen, wenn auch nur eine Verzinsung von 4 Prozent garantiert. Folgen: Weil die Beteiligung an den Überschüssen geringer ausfällt, sinkt das Ergebnis nun schon auf 38.877 Euro. Der Zusatzpuffer, den die Versicherer aufbauen müssen, um auch später noch die garantierten Auszahlungen leisten zu können, schmälert deren Ablaufleistung heute deutlich. Der Effekt ist umso größer, je niedriger der garantierte Zins ist. Hinzu kommt eine Reduzierung durch die Zinszusatzreserve um weitere 125 auf 38.752 Euro.

Quelle: faz.net (Autor: Manfred Schäfers, Wirtschaftskorrespondent in Berlin)

FAZIT: Das Leben ist endlich, die Versicherung auch!

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