Finanzkrise 2.0 – Zeitbombe oder schnell vergessen und vorbei?

11 Mai 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Am 10.05.2012 sprach der bekannte Wirtschaftsjournalist und Börsenexperte der ARD, Frank Lehman, vor geladenen Gästen im Bonner Kameha Grand Hotel. Schnell wurde deutlich das seine Ausführungen weitestgehend auch unserer Meinung zum Thema Finanzkrise und deren möglichen Lösungen entsprach.

„Die Finanzwirtschaft entfernt sich von der Realwirtschaft“ so Lehmann. Allein dieser Satz macht schon deutlich was derzeit passiert. Geld wird angelegt und vermehrt sich durch Zinsen aus zum Teil undurchsichtigen Finanzprodukten, ohne das in die Realwirtschaft und in produktive Sachwerte investiert wird. Die Banken reichen, wie bereits vor der Krise, „giftige“ Papiere herum. Dahinter stecken Pakete aus Krediten die gegen hohe Zinszahlungen weiterverkauft werden um das eigene Risiko abzuwälzen. Das die Kredite zum Teil echter Schrott sind lässt sich an einem einfachen Beispiel zeigen: Die amerikanischen Banken verfügen bei der Kreditvergabe über verschiedene Antragsformen. Manchmal kann man die Ausgestaltungen und Rückzahlungssummen selber bestimmen, dann kann man Angaben verweigern oder man bekommt Geld als sogenannter NINJA (NoIncome, NoJob, NoAsset). Das heißt: Kein Einkommen, kein Job, kein Geld, keine Sicherheiten. Kredit? Aber gerne! Wie soll das funktionieren?

Und was lese ich direkt heute morgen in der Presse? Die amerikanische JP Morgan Chase Bank hat innerhalb kürzester Zeit bei Finanzwetten und riskanten Anlagen einen vorläufigen Verlust von 2 Mrd. Dollar eingefahren. So liest es sich deutlicher: 2.000.000.000,- $ !!

„Die Börse ist eine Mischung aus Panik, Gier und Ratlosigkeit“ und in letzterer befinden wir uns gerade, so Lehman weiter. Und Kunden suchen wieder handfestes: Sachwerte. Die bieten wir Ihnen in der 7×7 Unternehmensgruppe. Alternativen wie Bundesanleihen scheinen zwar sicher, bringen aber nach Abzug der Inflation Verlust! Und die Banken werden Inflation zulassen. Lt. Lehman sogar 3%-5% über die nächsten Jahre. Das heisst der klassische Sparer wird von seiner Bank enteignet.

Sachwerte ( z.B. Immobilien, Gold, Beteiligung an Unternehmen) haben von 1974-2009 ein Plus von 768% erzielt. Geldwerte in der gleichen Zeit 21%.

„Lassen Sie Ihr Geld arbeiten“ als Werbeslogan einer Bank betitelte Lehman als „Schwachsinn“. Geld arbeitet von sich aus nicht, sondern erst wenn es in produktive Sachwerte investiert wird.

Eine kleine Statistik zum Schluss: Nur 4% der Deutschen sprechen mit Freunden über Geld und Einkommen. Wenn Sie darüber mit keinem reden möchten habe ich eine Bitte: Sprechen Sie zumindest mit uns!

In diesem Sinne ein schönes Wochenende. Ihr André Roll ( Fachberater Kapitalanlagen 7x7finanz GmbH, 0228/37727315 oder a.roll@7x7finanz.de )

Artikelstichwörter: , , , ,
Schwerpunktthemen: Aktuelles, Allgemein

Kommentar hinterlassen

Kommentar hier hinterlassen, Trackback auf Ihrer Seite einfügen oder Kommentare als RSS abonnieren.

Um zu Ihrem Kommentar automatisch ein Bild einzufügen registrieren Sie sich bei Gravatar.